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08.10.20171. Liga

Dämpfer gegen Lok Reinach

Bereits am vergangenen Wochenende war der Energielevel der Hauptstädter nicht genau dort, wo er sein sollte. Dies reichte zwar noch zwei mal zum Sieg, gegen die hochmotivierte Lok aus Reinach reichte es nicht mehr. Die Vorbereitung war flau, das Einschiessen mehr schlecht als recht... Und genau so starteten die Hauptstädter auch in den ersten Abschnitt. Ohne Zugriff aufs Spiel, fahrig in der Defensive und schlampig im Angriff liess man das Heimteam gewähren. So war der 0:3 Pausenrückstand auch völlig dem Gezeigten entsprechend.

Chefcoach Karlen forderte in der Kabine ein ganz anderes Auftreten und seine Worte fanden Gehör. Die Berner übernahmen das Spieldiktat und schafften dank guter Arbeit in den Special Teams den Ausgleich. Somit konnten die letzten zwanzig Minuten bei Null beginnen.

Die Umstellung auf zwei Linien fruchtete zuerst nicht wie gewünscht. Es waren die Hausherren, welche wiederum vorlegen konnten. Bis zur 50. Minute gelang es den Wynetaler erstmals einen Zwei- Tore- Vorsprung herauszuspielen. Darauf vermochten die Capitals ihrerseits wieder zu reagieren. Stettler und Righini mit einem Doppelschlag glichen das Skore erneut aus. Doch eine Berner Führung wollte heute einfach nie gelingen. Die Lok mit dem siebten Treffer und der vermeintlichen Entscheidung knapp vier Minuten vor Spielende. Das Gastteam bäumte sich ein weiteres Mal auf und Righini drückte den Ball noch einmal über die Linie. Es deutete alles auf eine Verlängerung hin, als gut eine halbe Minute vor der Sirene die Capitals nochmals einen Angriff starteten. Leider gelang es nicht diesen erfolgreich zu gestalten und zwei Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit reüssierten die Reinacher zum 8:7 Endstand. Eine höchst ärgerliche Niederlage!

Es macht selten Spass in Niederlagen positive Punkte zu sehen, doch genau dies müssen die Hauptstädter. Es sollte jetzt der gesamten Mannschaft klar sein, dass kein Spiel in dieser Liga zum Selbstläufer wird! Ohne topseriöse Vorbereitung und der richtigen Einstellung gewinnen auch die hochgehandelten Capitals keine Punkte. Und dies völlig zu Recht! Dazu benötigt es Cleverness in den entscheidenden Momenten und in der Defensive mehr Wille zu harter Arbeit. Wenn die Berner diese Hebel in Bewegung setzen, werden am kommenden Wochenende weitere Punkte möglich sein.

UHC Lok Reinach - Bern Capitals 8:7 (3:0, 0:3, 5:4)
Pfrundmatt, Reinach AG. 108 Zuschauer. SR Brander/Schwarzwälder.
Tore: 6. T. Wullschleger (R. Möri) 1:0. 16. Ar. Frey 2:0. 18. J. Sommerhalder (P. Merki) 3:0. 22. S. Schneiter (N. Wälti) 3:1. 33. S. Schneiter (N. Wälti) 3:2. 35. L. Hählen (S. Schneiter) 3:3. 41. J. Sommerhalder (J. Nyh) 4:3. 44. S. Stettler (D. Danuser) 4:4. 47. M. Hediger (An. Frey) 5:4. 47. J. Galliker (J. Sommerhalder) 6:4. 50. S. Stettler (S. Righini) 6:5. 52. S. Righini (S. Stettler) 6:6. 56. T. Wullschleger (J. Nyh) 7:6. 57. S. Righini (D. Danuser) 7:7. 60. T. Wullschleger (J. Nyh) 8:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach. 3mal 2 Minuten gegen Bern Capitals.

Bern Capitals ohne Hess, Wanzenried Sim (beide verletzt), Lussi (krank), Nydegger, Vischer, Schwab, Rosolen (alle nicht eingesetzt)

Stettler als bester Spieler ausgezeichnet

Bern Capitals: Minder; Kummer, Wieland; Wälti, Hählen, Schneiter; Cueni, Mühlematter; Danuser, Kohler, Righini; Wanzenried Sil, Coray; Baumann, Stettler, Sutter.